Tierschutz geht uns alle an,

solange es nicht in falsch verstandener Tierliebe endet.

Was versteht man unter übetriebenem Tierschutz? Tierschutzvereine, auch wenn diese uns jetzt hassen werden, haben zum Teil falsche Vorstellungen von Tierschutz. Wir möchten hier ein Beispiel vorstellen das uns kürzlich passiert ist. Wir waren auf der Suche nach einem Herdenschutzhund und meldeten uns bei einem Tierschutzverein, der diese Hunde vermittelt. Herdenschutzhunde sind am liebsten Tag und Nacht bei der Herde, um sie vor Eindringlingen, wie Füchsen, fremden Menschen und dergleichen zu beschützen. Das ist ihre Aufgabe und dafür wurden sie gezüchtet. Man kann sie nicht erziehen wie einen normalen Haushund, da die Tiere selbständig arbeiten. Diese Hunde haben aber trotzem Familienanschluss, was auch wichtig ist, sonst könnte man die Herde nicht versorgen, die Hunde würden das verhindern. Diese Hunde wären unglücklich wenn man sie als Haushunde halten würde, sie würden sich langweilen und würden, in ihrer Verzweiflung, das Haus beschützen, was zu großen Problemen führen kann. Der Tierschutzverein hat uns keinen Herdenschutzhund vermittelt, weil dieser nicht seiner Aufgabe nachgehen darf wofür er gezüchtet wurde. Er muss als Wohnungshund gehalten werden.

Absolut falsch verstandene Tierliebe!!!

 

Menschen übertreiben es oft mit ihrer Tierliebe, grade beim Thema Hund. Ein Hund gehört nicht ins Bett oder auf das Sofa. Ein Hund sollte niemals am Tisch gefüttert werden. Der Hund wird leider viel zu oft vermenschlicht, was dann Probleme bringt. Der Hund ist mit der Situation als Mensch absolut überfordert. Der Hund möchte nicht als Mensch, sondern als Hund behandelt werden. Viele Menschen halten sich Hunde ohne einen blassen Schimmer von Hundeerziehung zu haben. Auch hier sind die Probleme vorprogrammiert. Wir alle dürfen nicht vergessen das der Hund vom Wolf abstammt und noch einiges davon in ihm steckt. Bei den Wölfen gibt es strenge Regeln, an denen sich jeder Einzelne zu halten hat. Diese Regeln fehlen oft in den Haushalten und die Menschen verstehen ihren Hund nicht. " Er hat es doch so gut bei uns. Er darf machen was er will und hat auch den ganzen Tag sein Futter da stehen. Das Spielzeug liegt auch in der Wohnung rum, damit das Tier sich nicht langweilt."

Ein Hund braucht klare Regeln. Futter gibt es nur wenn der Rudelführer es bestimmt, in der Regel, dann wenn der Mensch gegessen hat. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass Sie jedesmal wenn Sie gegessen haben, den Hund auch füttern müssen. Der Rudelführer muss der Mensch sein und nicht der Hund, denn der Hund ist damit überfordert. Wie oft und wann gespielt wird, bestimmt der Mensch. Spielzeug darf nicht einfach so rumliegen. Der Hund braucht auch seinen festen Platz in der Wohnung, wo er seine Decke oder sein Körbchen stehen hat. Der Mensch geht auch immer als erstes durch die Tür und dann folgt der Hund. Ebenso bestimmt der Mensch wann der Hund rausgeht und wann er drin bleibt. Bitte warten Sie aber nicht zu lange, damit kein Ünglück in der Wohnung passiert. Wenn ein Hund knurrt, dürfen Sie ihn niemals streicheln, denn das bedeutet für den Hund, dass er es richtig macht. Auch wenn der Hund vor Gewitter Angst hat, was bei vielen ja so ist, dann dürfen Sie ihn nicht trösten. Denn auch hier sagen Sie ihm, dass es richtig ist Angst zu haben. Bei Gewitter muss man sich normal verhalten, um dem Hund mitzuteilen dass alles in Ordnung ist.

Für einige von Ihnen mag das schlimm klingen, aber dem Hund tun Sie damit einen großen Gefallen.

Zum Glück gibt es Martin Rütter, der schon vielen Hunden geholfen hat. Wir sagen bewusst den Hunden und nicht den Menschen. Denn die Probleme entstehen durch den Menschen.

 

Hunde sind in unserer Gesellschaft oft die Leidtragenden. Man denke an die sogenannten Wühltischwelpen. Diese Leute züchten keine Hunde, sie produzieren sie. Die Mütter werden eingesperrt und als Gebährmaschinen missbraucht. Man kann alle möglichen Rassen erwerben. Die Welpen werden dann viel zu früh von der Mutter weggenommen und verkauft. Den Tieren fehlt der soziale Kontakt und Impfpässe sind gefälscht. Diese Welpen sind oft so krank, dass nicht mal mehr der Tierarzt helfen kann. Auf den ersten Blick sieht man dies meistens nicht. Erst nach ein paar Tagen, wenn die Hunde Durchfall bekommen und abgeschlagen sind, machen sich die Probleme bemerkbar.

Solch eine Tierproduktion darf nicht unterstützt werden, indem man die Welpen aus Mitleid kauft. Im Gegenteil, jeder der so einen Welpen erwirbt, unterstützt diese Machenschaften. Solange Nachfrage besteht, wird weiter produziert. Also bitte, Finger weg von solchen Hunden, es ist schlichtweg Tierquälerei!

Ein seriöser Hundezüchter wird Ihnen die Elterntiere und die Kinderstube zeigen. Diese Welpen sind geimpft und entwurmt. Außerdem beschränkt sich der Züchter auf eine Rasse und nicht auf alle Möglichen. Die Welpen bleiben auch außreichend lange bei der Mutter und sind sozial geprägt.

Wir haben hier zwei Bilder aus dem Internet rausgesucht, um Ihnen nochmal deutlich zu machen, wie Wühltischwelpen gehalten werden und Welpen von seriösen Züchtern. Der Unterschied ist leicht zu erkennen.

Nun möchten wir uns vom Thema Hund einmal verabschieden und zu den allgemeinen Tieren gehen. Leider landen viele Tiere im Tierheim, oder werden einfach ausgesetzt weil man sie zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Man möchte ja vielleicht auch in den Urlaub fahren und kann das Tier nicht mitnehmen, hat auch niemanden der sich in dieser Zeit um das Tier kümmert.

  Ein Tier gehört nicht unter den Weihnachtsbaum!

Bevor man sich ein Tier anschafft muss man sich im Klaren darüber sein dass es mit Zeit und Geld verbunden ist. Ein Tier braucht Pflege und muss vielleicht auch mal zum Tierarzt. Kann man sich ein Tier überhaupt leisten? Einige Tierarten müssen regelmässig geimpft und entwurmt werden und hochwertiges Futter kostet auch Geld. Vielleicht steht auch mal eine OP an, die oft sehr teuer ist. Was passiert mit dem Tier wenn man in Urlaub fahren möchte? Hat man überhaupt genug Zeit um sich mit dem Tier zu beschäftigen? Sollte man das Tier alleine halten? Das sind alles Fragen die vorher geklärt werden müssen, bevor man sich ein Tier anschafft. Eltern sollten auch nicht vergessen das Kinder zwar gerne ein Tier haben möchten, aber oft vergessen es zu füttern oder sauberzumachen. Das bleibt meistens an den Eltern hängen.

 

 

 

 

 

 

 

Wir müssen doch nochmal das Thema Hund aufgreifen, bevor wir mit Anderen weiter machen. Unsere Tierheime sind zum Teil überbesetzt mit Hunden. Trotzdem werden oft Hunde aus dem Ausland geholt. Sie werden aus Tötungsstationen freigekauft. Natürlich muss auch diesen Tieren geholfen werden, aber in erster Linie sollten wir uns um unsere eigenen Hunde hier in Deutschland kümmern. Hunde aus dem Ausland sind oft verhaltensgestört und krank. So ein Tier zu retten ist mit erheblichen Kosten verbunden. In dieser Hinsicht verstehen wir die Tierschutzvereine nicht, bzw. nur zum Teil. Natürlich möchte man so vielen Tieren wie möglich helfen, aber man darf die Übersicht nicht verlieren. Manchmal fehlt auch den Tierschutzvereinen Geld um unsere eigenen Tiere ordentlich zu versorgen, sie sind auf Spenden angewiesen. Dann noch Hunde aus dem Ausland? Entschuldigung aber hier läuft etwas falsch. Wir sind nicht generell gegen das Retten dieser Hunde, aber bitte dann wenn genügend Platz und Geld vorhanden ist. Auch Privatpersonen holen sich teilweise Hunde aus dem Ausland, weil sie Mitleid mit diesen Tieren haben. Unsere Hunde hier in den Tierheimen sind aber ebenfalls zu bemitleiden und sollten bevorzugt werden. Da die Tiere aus dem Ausland oftmals verhaltensgestört sind landen viele dann doch hier in den Tierheimen weil der Besitzer damit überfordert ist. Somit ist diesen Hunden dann auch nicht wirklich geholfen.

 

Was uns ebenfalls sehr beschäftigt sind Katzenhalter die ihre Tiere nicht kastrieren lassen. Zu viele Kater und Katzen laufen unkastriert in freier Natur rum. Die Besitzer von Katern haben ja kein Problem wenn es irgendwo Katzenwelpen gibt, auch wenn deren Kater der Vater ist. Wer seine Kater und Katzen unkastriert draussen rumlaufen lässt handelt unvernünftig und gegen den Tierschutz. Zuviele Katzen sitzen schon in den Tierheimen, wo soll das noch hinführen? Manche Katzenbesitzer können sich die Kastration vielleicht nicht leisten, in solchen Fällen hilft aber der Tierschutzverein.

Wir möchten hier mal eine Geschichte erzählen, die noch garnicht so lange her ist. Damit möchten wir nur mal ein Beispiel zeigen wie manche Katzenbesitzer denken und wie man helfen kann.

In unserer unmittelbaren Nachbarschaft lebt eine Familie die eine Katze besitzt. Das arme Tier darf weder Sommer noch Winter in die Wohnung und muss sich draussen aufhalten. Diese arme Katze brachte zweimal im Jahr Welpen mit nachhause. Am Anfang war dies kein Problem, die Welpen konnten vermittelt werden. Beim letzten Wurf sah es allerdings anders aus. Die Familie kümmerte sich auch nicht um die Welpen. Wir haben den Leuten einmal gesagt das die Welpen auf die Strasse laufen und bekamen eine schockierende Antwort. Die Besitzer sagten wortwörtlich:" Na und, wenn sie überfahren werden sind sie halt platt": Für uns war das ein Zeichen zu handeln. Wir setzten uns umgehend mit unserem Tierschutzverein in Verbindung um zu erfahren was wir dagegen machen könnten. Der Tierschutzverein riet uns mit der Familie das Gespräch zu suchen um die Welpen dort wegzuholen. Wir sollten den Leuten sagen das wir Menschen kennen welche die Welpen gerne hätten. Desweiteren sollten wir uns anbieten die Kosten für die Kastration des Muttertieres zu übernehmen. Die Familie war zum Glück damit einverstanden. So packten wir zwei Tage später alle 4 Welpen ein und brachten sie ins Tierheim. Kurze Zeit später machten wir bei unserem Tierarzt einen Termin um die Mutter kastrieren zu lassen. Die Kosten für die Kastration übernahm natürlich der Tierschutzverein.

Bitte sehen auch Sie nicht weg, wenn es irgendwo Tiere gibt die nicht gut behandelt werden.

 

Für den Tierliebhaber ist es immer eine interessante Sache Tiere auch mal zu züchten, egal um welche Tiere es sich hierbei handelt. Allerdings entstehen hier oft Probleme. Bevor man den Gedanken hat sein Tier nachzuzüchten muss man sich im Klaren darüber sein was einmal mit den Jungtieren passiert. Man kann nicht alle Tiere behalten und sie sollten auch nicht im Tierheim landen. Allerdings sollten Sie Ihre Tiere niemals ohne Schutzvertrag und Schutzgebühr vermitteln. Wie so ein Vertrag aussieht kann man im Internet nachlesen. Wir selbst schreiben, unter anderem, auch rein das wir unregelmässige Kontrollen durchführen und bei Feststellung der nichtartgerechten Haltung die Tiere wieder zu beschlagnahmen. Auch hier möchten wir Ihnen mal ein Beispiel erzählen.

Eine Verkäuferin aus dem Landhandel, bei dem wir regelmässig unser Tierfutter einkaufen, war auf der Suche nach einer Katze. Wir erzählten ihr das wir einen kastrierten Kater hätten den wir gerne vermitteln würden. Wir haben ihr von seinen Eigenschaften erzählt und sie wurde neugierig. Sie kam zu uns um den Kater zu begutachten und verliebte sich auch gleich in ihn. Also machten wir einen Schutzvertrag und brachten den Kater zu ihr. Als wir den Kater das erste mal besuchten war alles in Ordnung. Ein halbes Jahr später besuchten wir das Tier wieder und waren geschockt. Das arme Tier war mittlerweile so fett gefüttert das er kaum noch laufen konnte. Desweiteren hatte er Ohrmilben und zwar schon so stark das der arme Kater einen regelrechten Kratzzwang hatte. Das Tier musste dringend zum Tierarzt. Angeblich wäre es der Frau nicht aufgefallen, aber so etwas kann man nicht übersehen. Wir nahmen das Tier wieder in unsere Obhut und stellten es gleich dem Tierarzt vor. Es war hart an der Grenze. Die Milben waren kurz davor das Trommelfell zu durchbrechen. Es wäre dann kurz darauf zur Hirnhautentzündung gekommen, woran der damals 5 jährige Kater gestorben wäre. Die Tierarztkosten haben wir der Frau aufgelegt und sie bezahlte auch. Der Bursche hat bei uns ordentlich abgespeckt und ist kerngesund.

Zurück zu den Menschen die gerne züchten würden. Leider gibt es auch Menschen die einfach drauf loszüchten und sich von den Tieren dann nicht trennen können, von Animalhoardern ist die Rede. Das sind Menschen die oft unendlich viele Tiere besitzen, die sich immer fleissig weiter vermehren. Die Menschen sind oft überfordert und können sich nicht mehr richtig um die Tiere kümmern. Die Folge ist dann oft dass die Tiere nicht mehr ordentlich versorgt werden können und einige von ihnen auch krank werden. Die Wohnung dieser Menschen verwahrlost zunehmend. Allerdings fällt es den Menschen oft nicht auf dass es ihren Tieren nicht mehr gut geht. Alleine sind solche Menschen hilflos und man muss den Tierschutz einschalten. Fremde Menschen bemerken oftmals dass es an diesen Häusern stark nach Unrat und Müll riecht. Auch der Pflegezustand des Hauses und, wenn vorhanden, des Gartens lässt sehr zu wünschen übrig . Überall halten sich Katzen, Hunde  oder dergleichen auf. Das sind alles Alarmzeichen. Animalhoarder können Menschen sehr schnell werden, wenn sie denken das sie jedem Tier helfen müssen, indem sie es aufnehmen.

Dieses ist schlichtweg falsch verstandene Tierliebe!!!

Wir bitten Sie auch hier nicht einfach wegzusehen. Wenn Sie so etwas bemerken wenden Sie sich bitte unbedingt an den Tierschutz. 

Je hilfloser ein Lebewesen ist,

desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz

vor menschlicher Grausamkeit.


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